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Tanzlexikon/Tanzwiki: Tanztempo

„Tempo“ bedeutet in der Musik, wie schnell das Stück gespielt werden soll. Das heißt, es geht um die absolute Dauer der Notenwerte (also wie viele (Nano-)Sekunden eine Note ausgehalten wird). Klassische Tempoangaben werden in der „Sprache der Musik“, also Italienisch, angegeben: „Largo“ z.B. heißt, breit und langsam, während „Vivace“ lebhaft und somit schnell bedeutet.

Beim Tanzen verwendet man jedoch hauptsächlich die BPM (beats per minute bzw. Schläge pro Minute) oder TPM (Takte pro Minute). Die „Beats“ oder Schläge werden meistens in Viertelnoten gezählt, die in Takten zusammengefasst werden (beim Walzer haben wir z.B. 3 Viertelnoten pro Takt). Wenn wir beim Walzer als Beispiel bleiben, sehen wir, wie sich der Wiener Walzer vom langsamen Walzer unterscheidet. Der Wiener Walzer hat ca. 58-60 TPM bzw. 174-180 BPM, der langsame Walzer dagegen nur 28-30 TPM bzw. 84-90 BPM. Die Mathebegeisterten unter euch sehen hier bestimmt sofort, dass der Wiener Walzer ungefähr doppelt so schnell ist wie der langsame. So lassen sich Tänze also in langsam, mittelschnell und schnell einteilen. Langsame Tänze sind u.a. der Blues, Slow Fox und Tango, mittlere Tänze z.B. der Cha-cha-cha, und zu den schnellen Tänzen gehört der Jive und der Foxtrott.

Für die Tänzer bedeutet dies, dass sie sich bei schnellen Tänzen richtig auspowern können, während bei langsamen Tänzen die Eleganz und Haltung besser überprüft und zum Ausdruck gebracht werden können (und es einfacher ist, sich mit seinem Tanzpartner zu unterhalten). Jedes Tanztempo bringt also seine eigenen Vorteile mit.